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Orchester-Mediation für Musiker
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Welchen Mehrwert hat Orchester-Mediation im Musik-Bereich?
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Wem hilft Orchester-Mediation?
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Orchester-Mediation: Wie kam es dazu?
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Was sind die Besonderheiten bei einer Orchester-Mediation?
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Wie könnte der Ablauf einer Orchester-Mediation aussehen?
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Orchester-Mediation für Musiker
Sie suchen Lösungen für Orchester-Konflikte?
Unterschiedliche Interessen und Termindruck
Musiker sind in ein komplexes Geflecht von Institutionen, Gremien, Vorgesetzten, Auftraggebern, Dirigenten und Agenten eingebunden.
Jeder dieser Beteiligten verfolgt eigene Interessen und Ziele. Hinzu kommt meist ein großer Termindruck.
Durch diese täglichen Belastungen des Musiker-Berufs kann die Freude am gemeinsamen Musizieren schon mal auf der Strecke bleiben.
Unstimmigkeiten werden nicht ausgeräumt
Denn bei so unterschiedlichen Interessenlagen, Zielrichtungen und Aufgabenstellungen kann es schnell zu Mißverständnissen auf allen Seiten kommen. Meist werden diese Unstimmigkeiten aber nicht ausgeräumt, vielfach leider gar nicht erst angegangen.
Nicht angesprochene Zerwürfnisse schwelen aber im Untergrund wie ein Brandherd so lange weiter, bis sie sich zu einem späteren Zeitpunkt an einer — wie es scheint — Kleinigkeit als große Explosion entzünden und dann in einem alles vernichtenden Großbrand enden können.
Harmonie besser als schräge Töne
Dabei kann man so viel einfacher und besser zusammen musizieren, wenn die zwischenmenschliche Basis stimmt und die Arbeitsatmosphäre von Kooperation und Harmonie geprägt ist.
Einrichtungen profitieren auf allen Ebenen
Erfahrungsgemäß profitieren Einrichtungen mit einem funktionierenden Konflikt-Management unmittelbar durch einen Wertschöpfungs-Zuwachs. Die Wettbewerbsfähigkeit eines solchen Kunst-Betriebes steigt.
Denn es lebt sich nicht nur viel leichter und gesünder, wenn im Umgang mit den Mitmenschen harmonische Klänge den Ton angeben oder zumindest ein kooperativer Geist herrscht. Die Musiker können ihr Leistungs-Potential und damit ihren vollen musikalischen Einsatz erst in einem harmonischen und angstfreien Arbeitsklima entfalten.
Frühes Eingreifen wichtig
Damit (wieder) künstlerisches Vertrauen entsteht und ein tragfähiges Miteinander (wieder) möglich wird, müssen Unstimmigkeiten und Konflikte möglichst sofort angegangen werden. Je früher sich die Streitparteien zusammensetzen und (wieder) miteinander reden, desto eher finden sie (wieder) eine gemeinsame Basis.
Wenn die Konflikt-Beteiligten dies allein nicht (mehr) schaffen, gibt es Hilfe durch Orchester-Mediation.
Der Mediator begleitet ihre Gespräche — am besten so früh wie möglich — als neutraler Dritter.
Welchen Mehrwert hat Orchester-Mediation im Musik-Bereich?
Erhalten Musiker im geschützten Rahmen der Mediation die Möglichkeit, angstfrei ihre Bedürfnisse zu benennen, entlastet dies vom Druck, was auch psycho-somatische Beschwerden stark reduziert.
Mediation senkt so den Krankenstand durch nachhaltige Konfliktbeseitigung.
Dadurch werden weniger Aushilfen benötigt, Kosten werden gesenkt, die eigentliche Konflikt-Lösung durch Mediation verläuft effizient und günstig.
Mediation entlastet dadurch auch die Kassenlage.
Mediation ist schnell und diskret und schont dadurch die Reputation.
Konflikte behindern oder torpedieren oft wichtige künstlerische Vorhaben.
Mediation schafft durch eine zügige Problem-Lösung
Kapazität für die wesentlichen Aufgaben.
Das nachhaltige Lösen von Konflikten durch Mediation führt zu Innovation und steigert Effizienz und Produktivität in der Zusammenarbeit.
Konflikte binden wertvolle Ressourcen und Energie.
Mediation setzt diese Energie frei für vertrauensvolle künstlerische Arbeit.
Mediation spart Kosten durch präventive Konflikt-Vermeidung und fördert so den Erfolg der gesamten Kultur-Institution.
Wem hilft Orchester-Mediation?
Orchester-Mediation verhilft bei vielen Streitigkeiten zu einer geordneten Gesprächsatmosphäre und trägt zu Problem-Lösungen bei für:
Für das Publikum spiegelt ein Orchester meist auch optisch die musikalische Harmonie des gespielten Werkes wider.
Orchestermusiker treten jedoch oft unter einem erheblichen physischen und psychischen Druck auf.
Denn ihre Leistungen stehen unter ständiger Kontrolle durch Kollegen, Dirigent und Publikum.
Das macht den Orchestermusikerberuf zu einem typischen Streßberuf. Wenn diese hohen körperlichen und psychischen Anforderungen zu Überlastungen und Gereiztheit führen, macht dies anfällig für Konflikte.
Dadurch kann das optimale Zusammenspiel erheblich leiden, was für die Reputation eines Orchesters fatal sein kann.
Um schnell wieder eine Basis für eine gute Zusammenarbeit zu finden, müssen Unstimmigkeiten möglichst umgehend und dauerhaft ausgeräumt werden.
Mediation bietet aufgrund ihrer klaren Strukturen und Orientierung an den wirklichen Interessen der Streitbeteiligten die Chance, eine solche schnelle und nachhaltige Befriedung zu erreichen.
Orchester-Mediation: Wie kam es dazu?
Schon während der Orchester-Aktivitäten in meiner Schulzeit habe ich nicht verstanden, wieso sich Orchestermitglieder in Grabenkämpfen erschöpfen, obwohl sie an sich alle ein gemeinsames Ziel haben; nämlich: gemeinsam gute Musik zu machen.
Dafür ist in Orchestern jeder einzelne nicht nur notwendig, sondern hochgradig wichtig. Diese ganzheitliche Sichtweise ist nötig, um am Ende entsprechend klingende Musik aufzuführen.
Leider sieht die Realität oft anders aus: Da wettern Streicher gegen Bläser – und umgekehrt –, sind die ersten Geigen »besser, also wichtiger« als die zweiten und sog. Bratscher-Witze gehören zum »guten Ton«.
Dabei wird aber leider übersehen, dass derartige Sticheleien Konflikte schüren und zu mieser Stimmung führen. Dann kann es leicht passieren, dass auch die Musik genau so klingt.
Denn wie sollen bei zwischenmenschlichen Disharmonien harmonische Klänge entstehen?
Als die Schulzeit schon eine Weile hinter mir lag, bekam ich Kontakt zu einer faszinierenden Methode: der Mediation.
Sie verhilft Streithähnen dazu, wieder eine gemeinsame Basis für ein im Grundsatz verträgliches Zusammenleben zu erarbeiten.
Um solides Handwerkszeug zu haben und diese Methode wirksam anzuwenden, habe ich mich zum Master of Mediation ausbilden lassen.
Weil mich die speziellen Orchester-Problematiken seit den ersten Anfängen nicht mehr losgelassen haben, und Mediation die Möglichkeit einer Erleichterung für die Musiker bietet, habe ich meine beiden Favoriten – Orchester und Mediation – zusammengeführt, damit Orchestermusiker von der Chance profitieren, bei Streitigkeiten mit Mediation einen gegenseitigen Verstehensprozess in Gang zu setzen und wieder eine gemeinsame Basis zu finden.
Nach einer Mediation müssen sie sich nicht zwangsläufig lieben, aber sie haben eine Chance, in der Mediation eine tragfähige und nachhaltige Basis zu erarbeiten, aufgrund derer sie sich (wieder) darauf konzentrieren können, gemeinsam Musik zu gestalten.
Aus diesem Grunde gibt es: www.orchester-mediation.de
Was sind die Besonderheiten bei einer Orchester-Mediation?
Konflikte in Orchestern sind meist sehr komplex und es gibt viele Beteiligte.
Orchester-Mediationen sind daher häufig sog. Mehrparteienmediationen, d. h. es nehmen dann mehr als zwei Medianten an einer Orchester-Mediation teil.
Wegen der sehr individuellen Fallkonstellationen hängen die Besonderheiten einer Orchester-Mediation auch sehr vom Einzelfall ab.
Wie könnte der Ablauf einer Orchester-Mediation aussehen?
> Aufsatz aus der Zeitschrift für Konfliktmanagement (PDF, 104kb).
Heiner Krabbe/Angelika Kutz
»Orchester-Mediation«
Zeitschrift für Konfliktmanagement 4/2007, S. 111 ff.
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